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"Ich mache das alles, weil ich es mir
ausgesucht habe"
Frauen
im italienischen Widerstand
Ein gesondertes Kapitel über
Frauen in der resistenza zu schreiben, soll nicht heißen,
nachträglich der Geschichte von dem allgemeinen, also angeblich
männlichem Widerstand einen Abschnitt über das Andere,
über die Frauen hinzuzufügen. Mit diesem gesonderten
Kapitel soll vielmehr den historischen Gegebenheiten, unter denen
Frauen Widerstand leisteten, Rechnung getragen werden. Eine bloße
Bezeichnung widerständiger Frauen und Männer als PartisanInnen,
ohne Nennung der besonderen Umstände, unter denen Frauen
leben und agieren mussten, würde Frauen abermals unsichtbar
machen und den Mann als die Norm setzen. Zur Verdeutlichung sei
das Beispiel von dem Marsch der kommunistischen Partisanenverbände
durch die Straßen Turins nach der Befreiung angeführt:
Hierbei war es den Partisaninnen verboten, mitzulaufen. In
Mailand band man ihnen während des öffentlichen Zugs
durch die Straßen schlichtweg das Band der Krankenschwestern
um den Arm.
Partisanin ist also nicht gleich
Partisan gewesen. Die heute wohl frauenfreundlich gemeinte Bezeichnung
der resistenza als PartisanInnenbewegung wird den geschichtlichen
Tatsachen somit keineswegs gerecht, sondern verschleiert eher
die Geschichte von Frauen.
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